Schilddrüsenknoten

Schilddrüsenknoten

Was tun gegen Schilddrüsenknoten?

Krankheitsbild

Schild­drü­sen­kno­ten bei Erwach­se­nen sind in Deutsch­land weit ver­brei­tet. In den meis­ten Fäl­len sind die­se Kno­ten voll­kom­men harm­los und man bemerkt sie sein Leben lang nicht. In man­chen Fäl­len kann der Kno­ten aber auch ein Krebs sein. Nur der Arzt kann in der Unter­su­chung fest­stel­len, ob der Kno­ten in der Schild­drü­se ein Risi­ko dar­stellt oder nicht.

Da die Schild­drü­se Hor­mo­ne pro­du­ziert, kann sich ein Schild­drü­sen­kno­ten auf die Hor­mon­bil­dung aus­wir­ken und ver­schie­de­ne Sym­pto­me her­vor­ru­fen: Pro­ble­me beim Schlu­cken, einen Räus­per­zwang, Hei­ser­keit oder ein all­ge­mei­nes Druck­ge­fühl am Hals kön­nen auf einen Schild­drü­sen­kno­ten hin­deu­ten. Die Kno­ten wach­sen meist sehr lang­sam und ent­deckt wer­den sie häu­fig nur per Zufall bei einer Routine-Untersuchung.

Man unter­schei­det “hei­ße” (auch “war­me”) und “kal­teKno­ten. Dies hat jedoch nichts mit der Tem­pe­ra­tur zu tun. Je nach­dem, ob ein Kno­ten Hor­mo­ne pro­du­ziert oder nicht, spricht man von heiß oder kalt.

Hei­ße Kno­ten pro­du­zie­ren mehr Hor­mo­ne als nor­ma­ler­wei­se und kön­nen dadurch auf­fal­len (erhöh­te Wer­te für TSH, T3/T4, Cal­ci­to­nin) — müs­sen das aber nicht.

Häu­fi­ger tre­ten aller­dings kal­te Kno­ten auf. Ein kal­ter Schild­drü­sen­kno­ten kann ein Hin­weis auf Schild­drü­sen­krebs sein und soll­te des­halb genau­er unter­sucht wer­den. Durch eine Unter­su­chung mit Hil­fe von radio­ak­ti­vem Jod kann der Arzt erken­nen, wel­che Art Kno­ten vorliegt.

Behandlung

Der Schild­drü­sen­krebs kann auf ver­schie­de­ne Arten behan­delt werden:

    • Ope­ra­ti­on,
    • Radio­jodthe­ra­pie
    • und medi­ka­men­tö­se Behandlung.

Dane­ben gibt es seit Neu­es­ten auch noch die scho­nen­de Metho­de der

    • Schilddrüsenablation/Mikro­wellenablation.

In unse­rer Pra­xis spe­zia­li­sie­ren wir uns vor allem auf mini­mal-inva­si­ve Metho­den, die den Kör­per und den Pati­en­ten deut­lich gerin­ger belasten.

Mikrowellenablation/Schilddrüsenablation

Falls eine ope­ra­ti­ve Ent­fer­nung der Schild­drü­se oder des Schild­drü­sen­kno­tens nicht gewünscht oder eine Ope­ra­ti­on nicht mög­lich ist, so ist die Mikro­wel­len­a­b­la­ti­on (MW-Abla­ti­on, MWA) eine gute Lösung. Die Schild­drü­sen-Mikro­wel­len­a­b­la­ti­on ist ein nicht-ope­ra­ti­ves Ver­fah­ren, bei dem durch Mikro­wel­len im Bereich der Schild­drü­sen­kno­ten Hit­ze erzeugt wird. Dadurch ster­ben die Schild­drü­sen­zel­len ab und wer­den dann vom kör­per­ei­ge­nen Abwehr­sys­tem abge­baut. Die tech­ni­sche Durch­füh­rung der MWA ist ein­fach und erfor­dert nur eine ört­li­che Betäu­bung und kei­ne Vollnarkose.

 

⇒ Mehr dazu erfah­ren Sie hier: Schild­drü­sen-Abla­ti­on Berlin 

 

Gut­ar­ti­ge Schild­drü­sen­kno­ten sind bei einer rich­ti­gen Behand­lung gut heil­bar. Die Hei­lungs­chan­cen bei bös­ar­ti­gen Schild­drü­sen­tu­mo­ren kön­nen je nach Ent­wick­lung unter­schied­lich sein.

Vor­tei­le: Was unse­rer Mei­nung nach für die bei uns durch­ge­führ­te Mikrowellenablation/Schilddrüsen­ablation spricht:

    • Mini­mal-inva­siv, kein Ope­ra­ti­ons­trau­ma
      Die Mikro­wel­len­a­b­la­ti­on stellt eine scho­nen­de­re Alter­na­ti­ve zur Ope­ra­ti­on dar. Die Behand­lung eig­net sich damit auch oft für Pati­en­ten, bei denen eine klas­si­sche Ope­ra­tin aus gesund­heit­li­chen Grün­den nicht mög­lich ist. Alle all­ge­mei­nen Gefah­ren einer Ope­ra­ti­on fal­len weg. D.h. auch Pati­en­ten mit schwe­ren Beglei­ter­kran­kun­gen kön­nen the­ra­piert werden.
    • Ein kur­zer Ein­griff, kei­ne abseh­ba­ren Fol­ge­ein­grif­fe
      Wenn die Abla­ti­on gut ver­läuft, sind wei­te­re Maß­nah­men nicht nicht erforderlich.
    • Ambu­lant, kein Kran­ken­haus­auf­ent­halt
      Im Gegen­satz zur klas­si­schen Ope­ra­ti­on erfor­dert die Abla­ti­on kei­ne Krankenhausaufenthalt.
    • Loka­le Betäu­bung, kei­ne Voll­nar­ko­se
      Die tech­ni­sche Durch­füh­rung der MWA ist ein­fach und erfor­dert nur eine ört­li­che Betäu­bung und kei­ne Vollnarkose.
    • Hohe Erfolgs­aus­sich­ten
      Die Effek­ti­vi­tät einer Abla­ti­ons­be­hand­lung gilt inzwi­schen als erwie­sen. Direkt nach der Abla­ti­on ver­lie­ren behan­del­te Kno­ten schon etwa ein Drit­tel bis die Hälf­te ihrer Größe.
    • Kei­ne Nar­be
      Ist die Ein­tritts­stel­le der Nadel voll­stän­dig ver­heilt, hin­ter­lässt sie bei nor­ma­lem Hei­lungs­ver­lauf kei­ne sicht­ba­re Narbe.
    • Dadurch Funk­ti­ons­er­halt des übri­gen Organs
      Die mini­mal­in­va­si­ve Metho­de ermög­licht den Erhalt von mehr gesun­den Gewe­bes als ein chir­ur­gi­scher Eingriff.
    • Kei­ne dau­er­haf­te medi­ka­men­tö­se The­ra­pie
      In aller Regel brau­chen nach einer erfolg­rei­chen Abla­ti­on kei­ne Medi­ka­men­te dau­er­haft genom­men werden.
    • Risi­ko­arm
      Die Kom­pli­ka­ti­ons­ra­ten bei der Schild­drü­sen­a­b­la­ti­on sind niedrig.

Dane­ben gibt es auch die­se ver­brei­te­ten Behandlungs­methoden, die von uns aber nicht durch­ge­führt werden:

Ope­ra­ti­on
Bei einer Ope­ra­ti­on wird ent­we­der nur der Schild­drü­sen­kno­ten selbst, nur ein Schild­drü­sen­lap­pen (Hemit­hy­reo­idek­to­mie) oder die gesam­te Schild­drü­se (sub­to­ta­le Thy­reo­idek­to­mie) ent­fernt. Die Ope­ra­ti­on kann offen oder mini­mal-inva­siv durch­ge­führt wer­den. Ope­riert wird zum Bei­spiel bei Krebs­ver­dacht oder stark ver­grö­ßer­ter Schild­drü­se (Struma/Kropf).

Radio­jodthe­ra­pie
Bei der Radio­jodthe­ra­pie wird dem Pati­en­ten radio­ak­ti­ves Jod zuge­führt. Die­ses Jod lan­det beson­ders in den Schild­drü­sen­zel­len und zer­stört die­se. Die­se The­ra­pie kann nur bei hei­ßen Kno­ten ein­ge­setzt werden.

Medi­ka­men­tö­se Behand­lung
Eine The­ra­pie mit Medi­ka­men­ten wird nur bei kal­ten Kno­ten ange­wen­det, die kei­ne Hor­mo­ne mehr produzieren.

Sehr ger­ne spre­chen wir auch über die­se Behand­lungs­mög­lich­kei­ten mit Ihnen und kön­nen Ihnen Spe­zia­lis­ten für die Wei­ter­be­hand­lung empfehlen.

Kosten

Die klas­si­sche ope­ra­ti­ve und medi­ka­men­tö­se Behand­lung ist nor­ma­ler­wei­se durch den Leis­tungs­ka­ta­log der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen abge­deckt, muß aber unter sta­tio­nä­ren Bedin­gun­gen im Kran­ken­haus erfolgen.

Die Kos­ten für eine Mikro­wel­len­a­b­la­ti­on der Schild­drü­se wer­den auch als ambu­lan­te Leis­tung inzwi­schen von einer zuneh­men­den Zahl an Kran­ken­kas­sen (z.B. Kauf­män­ni­sche Kran­ken­kas­se) übernommen.

Schild­drü­sen­kno­ten  | War­me Kno­ten | Kal­te Kno­ten | TSH | T3 | T4 | Cal­ci­to­nin | Schild­drü­sen­krebs  | Radio­jodthe­ra­pie | Schild­drü­sen­lap­pen (Hemit­hy­reo­idek­to­mie) | sub­to­ta­le Thy­reo­idek­to­mie | mini­mal-inva­siv | Stru­ma | Kropf  | Mikro­wel­len­a­b­la­ti­on | Schilddrüsenablation