Lipödem

Lipödem

Was tun bei krank­haf­ter Fett­ver­tei­lung an Hüf­te und Po?

Krankheitsbild

Die Ursa­che ist unklar — der Effekt aber sehr schmerz­haft und unschön: Mit Lipö­dem bezeich­net man eine krank­haf­te Ver­tei­lung von Kör­per­fett, vor allem bei Frau­en und sym­me­trisch an den Hüf­ten, an den Bei­nen und am Po. Auch die Arme sind manch­mal mit betroffen.

Ers­te Anzei­chen sind: Span­nun­gen der Haut, Schmer­zen und Erschöp­fung in den Bei­nen, meist nach lan­gem Ste­hen oder Sit­zen. Ver­stärkt wer­den die Beschwer­den durch war­men Tem­pe­ra­tu­ren und einem nied­ri­gen Luft­druck, wie er zum Bei­spiel im Flug­zeug herrscht.

Es zei­gen sich die­se Auswirkungen:

An den Beinen

    • Ober­schen­kel-Typ (volks­tüm­lich auch “Reit­ho­sen” genannt): Hüf­te und Ober­schen­kel betroffen
    • Unter­schen­kel-Typ (volks­tüm­lich auch “Bund­ho­sen” genannt): zusätz­lich auch die Unter­schen­kel betroffen
    • Knö­chel-Typ (ger­ne auch “Pum­p­ho­sen”, “Tür­ken­ho­sen” oder “Sua­ven­ho­sen” genannt): zusätz­lich sind die Unter­schen­kel bis zu den Knö­cheln betroffen

In der Regel sind auch die Arme betrof­fen und es zeigt sich ein glei­ches Mus­ter wie an den Beinen.

Das Lipö­dem betrifft nahe­zu aus­schließ­lich Frau­en und beginnt erst­mals im Alter von 20 bis 30 Jah­ren. Häu­fig tritt es erst­mals mit oder nach einer Schwan­ger­schaft auf, in den Wech­sel­jah­ren oder nach einer gynä­ko­lo­gi­schen Ope­ra­ti­on. Genau­so kann sich eine bis­her noch gerin­ge Aus­prä­gung durch die genann­ten Ereig­nis­se extrem ver­stär­ken. Auch die Ein­nah­me der Anti­ba­by­pil­le kann zum Auf­tre­ten oder zur Ver­schlim­me­rung des Lipö­dems füh­ren. Die Ärz­te schlie­ßen dar­aus, dass eine hor­mo­nel­le Ursa­che zum Krank­heits­ge­sche­hen beiträgt.

Das beson­ders Unan­ge­neh­me am Lipö­dem: Es ver­schlim­mert sich immer mehr, nimmt immer mehr zu. Es kann bis zu einer bestimm­ten star­ken Aus­prä­gung kom­men und dann sta­gnie­ren. Das Lipö­dem kann aber auch unbe­grenzt immer wei­ter zuneh­men. Auch kann eine bestimm­te Aus­prä­gung jah­re­lang kon­stant blei­ben und sich dann plötz­lich verschlimmern.

In Abhän­gig­keit von der Aus­prä­gung wer­den drei Sta­di­en des Lipö­dems unterschieden:

- Sta­di­um I des Lipö­dems:  eine sicht­ba­re Ten­denz zur “Reithosen”-Form, die Haut ist aber noch glatt, es zeigt sich beim Zusam­men­schie­ben eine Oran­gen­haut-Tex­tur (Pinch-Test)

- Sta­di­um II des Lipö­dems: eine aus­ge­präg­te “Reithosen”-Form, die Haut­ober­flä­che hat tie­fe Del­len und wal­nuß- bis apfel­gro­ße Kno­ten (“Matrat­zen­haut”)

- Sta­di­um III des Lipö­dems: stark aus­ge­präg­te Ver­meh­rung des Haut­um­fangs, Unter­haut­ge­we­be ist ver­här­tet, es zei­gen sich gro­be, defor­mie­ren­de Fett­lap­pen an Ober­schen­keln und an den Knie­ge­len­ken, es kann zu Fett­wüls­ten kom­men, die über die Knö­chel her­un­ter­hän­gen; eine X‑Beinstellung mit einer hohen Fehl­be­las­tung der Gelenke.

Behandlung

Vor der Ope­ra­ti­on mar­kiert der der Arzt mit einem Stift die ent­spre­chen­den Area­le zum Fett­ab­sau­gen (z.B. Ober­schen­kel, Bauch,…) auf ihrer Haut. Dann erfolgt ein klei­ner Haut­schnitt und durch die­sen wird eine Kanü­le in das Fett­ge­we­be vor­ge­scho­ben und dort eine Spül­flüs­sig­keit eingespritzt.

Die Men­ge der Spül­flüs­sig­keit ent­spricht der Men­ge des ange­saug­ten Fet­tes. In der Spü­lung ist auch ein Betäu­bungs­mit­tel ent­hal­ten, das Schmer­zen ver­hin­dert. Die Fett­zel­len plat­zen auf und kön­nen nach einer Ein­wirk­zeit abge­saugt werden.

Das dau­ert unge­fähr eine Stun­de und dann wer­den Fett und Flüs­sig­keit abge­saugt. Es soll­ten pro Ein­griff nicht mehr als sechs Liter Fett abge­saugt wer­den. Falls not­wen­dig oder gewünscht, beglei­tet selbst­ver­ständ­lich unser Anäs­the­sist den Ein­griff. Die gesam­te Ope­ra­ti­on dau­ert zwi­schen 30 Minu­ten und drei Stunden.

Kosten

Die Behand­lung des Lipö­dems ist umstrit­ten. Behand­lungs­kos­ten für eini­ge Basis­maß­nah­men wer­den in der Regel von den gesetz­li­chen und den pri­va­ten Kran­ken­kas­sen übernommen.

Dar­über hin­aus­ge­hen­de hilf­rei­che The­ra­pie­an­sät­ze wie Ernäh­rungs­be­ra­tung und Lipo­suk­ti­on sind in aller Regel aber nur als Indi­vi­du­el­le Gesund­heits­leis­tung umsetzbar.

Ins­be­son­de­re ver­fol­gen wir in unse­rer Pra­xis einen eige­nen, ganz­heit­li­chen Weg in der Behand­lung des Lipödems. 

Wenn Sie sich dafür inter­es­sie­ren, bera­ten wir Sie ger­ne zu den Kos­ten, Erfolgs­aus­sich­ten und Unter­schie­den gegen­über den ein­ge­führ­ten Behand­lungs­me­tho­den. Wir bie­ten ihnen eine Lipö­dem­the­ra­pie auf dem nächs­ten Level – für die Pati­en­tin, die mehr will. 

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